Sommertheater 2004


Hugo's Heldentat


von Walter G. Pfaus
Aufführungsrechte Deutscher Theaterverlag

Der Inhalt
 Bild Hugo's Heldentat

Feuerwehrkommandant Hugo, aus zweifelhaften Gründen nächtens unterwegs, wird wegen Trunkenheit am Steuer kurzerhand der Führerschein entzogen. Das ist doppelt schlimm für ihn - nicht nur, weil seine Frau ihn verlassen will, die glaubt, er habe eine alte Liebe besucht, sondern auch wegen der indiskreten Lokalpresse, die den Vorfall umgehend veröffentlicht. Im Alleingang kündigt Hugo der Presse deshalb einen sofortigen Informationsstop seitens der Feuerwehr an.

Die Presse aber erklärt ihrerseits, ab sofort nicht mehr über die Feuerwehraktivitäten berichten zu wollen. Damit ist weder der Bürgermeister noch die Feuerwehr einverstanden. Schließlich steht in Kürze das große Feuerwehrfest bevor. Um den Schaden zu begrenzen, wird Hugo als Kommandant kurzfristig abgesetzt. Das ist nun wirklich mehr, als er vertragen kann. Zusammen mit Tochter Petra faßt er einen Plan, wie er seinen ramponierten Ruf wiederherstellen kann. Dabei bringt Petra geschickt ihren Freund Oskar ins Spiel. Sehr zum Leidwesen von Hugo, der Oskar weder als Journalist noch gar als künftigen Schwiegersohn akzeptieren will.

Beste Unterhaltung!

Personen und ihre Darsteller

Hugo Speck (Feuerwehrkommandant)Manfred App
Inge (seine Frau)Karin App
Petra (beider Tochter)Daniela Albers
Oskar Morgen (Petras's Freund)Dirk Langerenken
Alfons Endlich (Hogo's Freund)Peter Meyer
Lothar Halbwegs (stellv. Feuerwehrkommandant)Herbert Wiemken
Lara Schultes (Bürgermeisterin)Waltraut Girts
BühnenbildEgon Schröder
REGIEManfred App / Peter Meyer

Hinter den Kulissen
Ingrid Wiemken
Birgit Brand
Stefanie Brand
Marcus App
Jan Wiemken

Die Fotos

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Der Autor

Foto vom Autor Walter G. Pfaus ist Jahrgang 1943. Die ersten Schreibversuche, so erinnert sich der Autor, hat er schon mit zwölf Jahren unternommen. Seine ersten Kurzkrimis, mit Anfang zwanzig verfasst, wurden in 14 verschiedenen Zeitschriften abgedruckt, die Kriminalromane erschienen bei verschiedenen deutschen Verlagen. Als Buchhändler und als Wirt einer Künstlerkneipe hatte Walter G. Pfaus die Möglichkeit, seinen Kunden und Gästen "auf die Schnauze" zu schauen. Mit den ersten Theaterstücken konnte der Autor dann vom Schreiben leben. Mit 300 Kurzkrimis, 12 Kriminalromanen, 25 Einaktern und 55 abendfüllenden Theaterstücken kann er auf ein beachtliches Opus verweisen.

Der Autor zum Stück

Die Anregung zu diesem Stück kam, wie manche andere auch, aus der Tageszeitung. Die Geschichte ist tatsächlich passiert. Nachdem die Feuerwehr während einer Übung den gestellten Brand schnell und kräftig gelöscht hatte, musste auch der innere Brand gelöscht werden. Wie bei der Übung langten alle kräftig zu, vor allem auch der Feuerwehrhauptmann. Die meisten hatten zuviel gebechert, aber nur einer wurde von der Polizei kontrolliert, und sein Führerschein wurde gleich einbehalten. Das roch nach Verrat. Dass die Presse diese Geschichte schon am nächsten Tag in der Öffentlichkeit breit trat, war für ihn überhaupt das Schlimmste. Und genau dort vermutete er den Missetäter. Also rief er seine Mannen zum Boykott der örtlichen Presse auf.

Soweit kannte ich die Geschichte aus der Presse. Um aber daraus ein spielbares und witziges Theaterstück zu machen, fehlten noch ein paar Zutaten. Ab hier beginnt dann, wie bei allen Stücken, das Sammeln und zuordnen von Gags und kleinen Geschichten. Das kann oft Jahre dauern. Mein Bruder Hugo fiel mir ein. Der ist seit über dreißig Jahren aktiv bei der freiwilligen Feuerwehr tätig und wird von manchen Kollegen Feuerwehr-Hugo genannt. Der Name war somit da. Jetzt kamen nach und nach die Geliebte, die Briefe in der Schatulle, der Freund der Tochter musste bei der Presse sein, die hübsche Geschichte mit dem Koffer packen und vieles mehr. Wenn genug Material zusammen gekommen ist, setzt man alles zusammen wie bei einem Puzzle. Dann beginnt die schwerste Arbeit. Die Puzzle-Teile müssen zu einem nachvollziehbaren und witzigen Theaterstück verbunden werden. Bei "Hugos Heldentat" scheint mir das recht gut gelungen zu sein.





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* Peter Meyer *