von Otfried Preußler
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Dies ist die Geschichte vom Räuber Hotzenplotz, dem Seppel, dem Kasperl und seiner Großmutter. Der Räuber Hotzenplotz - das war ein schlimmer. Denn er nahm alles mit, was ihm unter die Finger kam. Es hatte auch keine Angst vor der Polizei, weil er ganz stark war. Die Leute in der Stadt und auf den Dörfern sangen sogar ein Lied über den Gauner. Einmal saß Kaspers Großmutter auf der Bank vor ihrem Häuschen und mahlte Kaffee. Kasperl und sein Freund Seppel hatten ihr zum Geburtstag eine Kaffeemühle geschenkt. |
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Die hatten sie selbst erfunden. Wenn man daran kurbelte, dann spielte sie
"Alles neu macht der Mai". Das war Großmutters Lieblingslied. Und diese
Kaffeemühle, samt dem Lieblingslied der Großmutter, raubte der Räuber Hotzenplotz.
Kasperl und sein Freund Seppel machten sich auf, den Räuber Hotzenplotz zu fangen
und die Kaffeemühle wieder zu beschaffen.
Das war ein Abenteuer, wie es der Kasperl und der Seppel auch nur ein einziges Mal
in ihrem Leben erlebt haben. An die Zeit, als der Seppel beim Hotzenplotz die Schuhe
putzen und der Kasperl beim großen und bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann
das lästige Geschäft des Kartoffelschälens besorgen mußte, erinnern sich die beiden
nur mit Grausen. Aber darüber, wie sie mit Hilfe der Fee Amaryllis den großen
Zauberer Zwackelmann überlisten und den Räuber Hotzenplotz einfangen konnten,
darüber freuen sich Kasperl und Seppel noch in hundert Jahren.
Eins ist sicher: Ihr werdet bestimmt viel Spaß daran haben. |
Personen und ihre Darsteller
| Kasperl | Marcus App | |
| Seppel | Daniela Albers | |
| Kasperls Großmutter | Waltraut Girts | |
| Wachtmeister Dimpfelmoser | Max Amann | |
| Der Räuber Hotzenplotz | Peter Meyer | |
| Pertosilius Zwackelmann, Zauberer | Dirk Langerenken | |
| Die Fee Amaryllis / Eine Unke | Andrea Meyer |
Regie
Manfred App
Der Autor
Otfried Preußler stammt aus dem böhmischen Vorland des Isergebirges. Geboren wurde er am 20. Oktober 1923 in Reichenberg. Seine Vorfahren lebten dort schon seit dem 15. Jahrhundert und waren als Glasmacher tätig. Seine Eltern waren Lehrer. Er selbst wurde gleich nach dem Abitur Soldat und geriet 1944 in russische Kriegsgefangenschaft. Nach 5 Jahren wurde er freigelassen. Er zog nach Oberbayern, wo sich bereits seine aus Böhmen vertriebene Familie niedergelassen hatte. Otfried Preußler war bis 1970 Volksschullehrer, seitdem lebt er als freier Schriftsteller in Haidholzen bei Rosenheim.