Rotkäppchen


Rotkäppchen (ein Märchen nach den Brüdern Grimm)

Aufführungsrechte:VVB



Der Inhalt

Rotkäppchen

foto Das Kindermärchen Rotkäppchen handelt von einem kleinen Mädchen mit roter Kappe, welches eines Tages mit einem Korb, indem sich Wein und Kuchen befindet, zur erkrankten und bettlägerigen Großmutter geht.
Da das Haus der Großmutter tief im Wald liegt, mahnt Rotkäppchens Mutter sie dazu, nicht vom Wege abzukommen und stets auf der Hut zu sein. Beim Spatzieren durch den Wald wird Rotkäppchen schließlich von dem bösen Wolf angehalten und dazu überredet, für die kranke Großmutter noch einen schönen Blumenstrauß zu pflücken.
Während Rotkäppchen nun die Blumen rupft, eilt der Wolf zur Großmutter, frisst sie und legt sich mitsammt ihres Nachthemdes, in des Großmutters Bett. Als Rotkäppchen beim Haus ankommt, wundert sie sich über das grausige Aussehen ihrer Großmutter. Bevor sie bemerkt, dass der böse Wolf hinter der Maskerade steckt, frisst er sie auf. Nach dem wohlschmeckendem Mahl, hält der Wolf ein kleines Nickerchen, bei dem er den herannahenden Jäger nicht bemerkt. Dieser schneidet ihn am Bauch auf, befreit die Großmutter und Rotkäppchen und näht ihm stattdessen lauter Steine ein.

Das Theaterstück ist für Kinder ab 4 Jahren geeignet.


Personen und ihre Darsteller

Rotkäppchen Catharina Meyer
Die MutterAnja Bonitz
Großmutter Anja Bonitz
Jäger Peter Meyer
FörsterHerbert Wiemken
WolfManfred App
REGIEManfred App / Peter Meyer

Hinter den Kulissen

BühnenbildEgon Schröder
KostümeKarin App
Drum und DranIngrid Wiemken
Andrea Meyer

Fotos zum Stück

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Die Autoren

Die Gebrüder Grimm

Kaum ein Kind, das ohne sie aufwächst: Grimms Märchen sind wohl beinahe so etabliert für Kinder wie die Muttermilch für Säuglinge. Dass hinter der bekannten Märchensammlung zwei Brüder stecken, die weitaus mehr in ihrem Leben verrichtet haben, als Geschichten aus dem deutschen Volksgut zu sammeln, ist eher wenigen von denen bekannt, die mit Rotkäppchen oder Schneewittchen einen Teil ihrer Kindheit verbracht haben. Jakob Ludwig Karl Grimm wurde am 04.01.1785 in Hanau geboren, sein Bruder Wilhelm Karl Grimm am 24.02.1786 am gleichen Ort. Der Vater war Jurist. Die Kinder lebten die ersten Jahre ihrer Jugend in Steinau und sie besuchten das Lyceum im Kassel. Seit 1829 bzw. 1839 waren sie Professoren in Kassel, waren Literatur- und Sprachwissenschaftler.

Bereits schon in frühen Jahren begannen sie damit, Sagen und Märchen zu sammeln, die sie in zwei Bänden als Kinder- und Hausmärchen (1812-1815) veröffentlichten und bis zur letzten Fassung (1857) auf eine Märchensammlung von 211 Märchen erweiterten. Die beiden Brüder, die ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Marburg absolviert hatten, widmeten sich in der Folge denn auch konsequent mehr der Literatur und Sprache als den Paragraphen. Jacob Grimm beschäftigte sich bevorzugt mit germanischer Sprach- und Altertumskunde, Wilhelm Grimm befasste sich hauptsächlich mit Text- und Literaturkritik.

Mit ihrer Arbeit gelten die Gebrüder Grimm, insbesondere Jacob Grimm, als eigentliche Begründer der germanischen Sprach- und Altertumskunde und der deutschen Philologie. Nach einem Aufenthalt in Kassel kamen sie um 1830 nach Göttingen. Hier war Wilhelm Grimm als Bibliothekar tätig, sein Bruder Jacob lehrte als Professor deutsche Altertumswissenschaft. Aufgrund eines politischen Engagements wurden beide allerdings 1837 ihrer Ämter enthoben (Aufgrund ihrer Teilnahme am Protest der "Göttinger Sieben" wurden sie des Landes verwiesen), sie mussten nach Kassel zurückkehren. 1841 ließen sie sich auf Einladung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. in Berlin nieder. Hier finanzierten sie sich von Lehraufträgen an der Universität, bis zum Tode Wilhelms lebten sie in einer Art Wohn- und Arbeitsgemeinschaft.

Das bedeutendste Werk von Jacob Grimm ist die Deutsche Grammatik (1819-1837), sie kann durchaus als die Grundlage der deutschen Philologie verstanden werden. Zu seinen weiteren Werken zählen Über den altdeutschen Meistergesang (1811), Deutsche Mythologie (1835) und Geschichte der deutschen Sprache  (1848).

Wilhelm Grimm dagegen setzte sich mit einigen seiner Werke kritisch mit der deutschen Literatur des Mittelalters und auch mit volkskundlichen Themen auseinander, bekannt sind seine Bücher Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen (1811), Die deutsche Heldensage (1829), Ruolandes liet (1838, Rolandslied) und Altdeutsche Gespräche (1851).

Neben den Märchen sammelten die Brüder übrigens auch Volkslieder, die in Des Knaben Wunderhorn von Achim von Arnim und Clemens Brentano herausgegeben wurden. Ein weiteres umfassendes Werk von Jacob und Wilhelm Grimm ist das Deutsche Wörterbuch, dessen erste drei Bände zwischen 1854 und 1862 erschienen, und das in der Folge bis 1961 von anderen Forschern zur 32-bändigen Sammlung vollendet wurde.

Jakob Grimm starb am 20.9.1863 in Berlin, sein Bruder am 16.12.1859 am gleichen Ort






* Peter Meyer *